Eine besondere Begegnung mit der englischen Sprache erlebten die Schülerinnen und Schüler der Bardoschule am 28. Mai 2026: Das White Horse Theatre gastierte erneut an der Schule und sorgte mit seinen Aufführungen für einen abwechslungsreichen und lehrreichen Vormittag.
Wie in jedem Jahr präsentierte die renommierte Theatergruppe ihre Stücke in englischer Sprache und bot den Kindern und Jugendlichen damit die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse in einem authentischen Umfeld anzuwenden und zu erweitern. Die Klassen 6 und 7 besuchten die Aufführung „Tiger of the Seas“, während die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 das Stück „Sticks and Stones“ sahen.
„Tiger of the Seas“ entführte die jüngeren Schülerinnen und Schüler in ein spannendes Piratenabenteuer voller Mut, Freundschaft und überraschender Wendungen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der gefürchtete Pirat Black Nick Sharkmuck, der auf der Suche nach einem neuen Crewmitglied den jungen Hirtenjungen Robin kurzerhand entführt und mit auf große Fahrt nimmt. Während Robins Freundin Jenny mit einem Heißluftballon zu seiner Rettung aufbricht, entdeckt Robin seine Begeisterung für das Leben als Pirat. Die Zuschauerinnen und Zuschauer fieberten mit und stellten sich Fragen wie: Wird Jenny ihren Freund zurückholen können? Was geschieht während eines gefährlichen Sturms auf See? Und ist das Publikum tatsächlich vor dem berüchtigten Piraten sicher? Die humorvolle und zugleich spannende Handlung sorgte für viele Lacher und begeisterte Reaktionen.
Für die Klassen 8 bis 10 stand mit „Sticks and Stones“ ein deutlich ernsteres Thema auf dem Programm. Das englischsprachige Theaterstück beschäftigte sich eindrucksvoll mit Mobbing, Ausgrenzung und digitaler Gewalt. Anhand der Schicksale von Tony, der sich aus Angst vor gewalttätigen Mitschülern nicht mehr in die Schule traut, und Ruth, die unter massivem Cybermobbing leidet, wurde deutlich, welche schwerwiegenden Folgen Mobbing für Betroffene haben kann. Gleichzeitig richtete das Stück den Blick nicht nur auf die Opfer und Täter, sondern auch auf die Zuschauerinnen und Zuschauer, jene Menschen, die häufig wegsehen oder schweigen. Gerade ihnen kommt jedoch eine besondere Bedeutung zu, denn wer hinsieht und handelt, kann Veränderungen bewirken.
Die jungen Schauspieler überzeugten durch ihre hohe schauspielerische Leistung und eine ausgesprochen deutliche Aussprache, sodass die Handlung für die Zuschauerinnen und Zuschauer gut verständlich war. Besonders positiv fiel auf, dass das Publikum immer wieder aktiv in das Geschehen einbezogen wurde. Dadurch entstand eine lebendige Atmosphäre, die die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler von Anfang bis Ende aufrechterhielt.
Die Vorstellungen erwiesen sich als unterhaltsam, abwechslungsreich und alles andere als langweilig. Gleichzeitig vermittelten sie wichtige Inhalte und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Englischunterricht. Viele Schülerinnen und Schüler äußerten sich nach den Aufführungen begeistert und lobten insbesondere die Mischung aus Humor, Spannung und sprachlichem Lernen.
Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Fragerunde. Hier hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, den Schauspielern auf Englisch Fragen zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten diese Gelegenheit intensiv und stellten interessante sowie gut formulierte Fragen. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass die Darsteller aus England und Wales stammen und selbst noch sehr jung sind.
Die Veranstaltung bot den Jugendlichen nicht nur die Chance, ihre eigenen Englischkenntnisse praktisch zu erproben, sondern auch einen direkten Einblick in die Kultur und Lebenswelt englischsprachiger Menschen. Damit leistete der Besuch des White Horse Theatre einen wertvollen Beitrag zur sprachlichen und kulturellen Bildung an der Bardoschule.
Die positive Resonanz der Schülerinnen und Schüler zeigte einmal mehr, dass das jährliche Gastspiel des White Horse Theatre eine Bereicherung für das Schulleben ist und eine besondere Form des Lernens ermöglicht – lebendig, praxisnah und mit viel Freude an der englischen Sprache.